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Tief durchatmen! Natürlich haben drei bis vier Millionen Menschen extreme Schmerzen am ganzen Körper. Man sucht nach Ursachen und Schädigungen. Sie werden nicht müde, einen Arzt nach dem anderen aufzusuchen um Hilfe zu bekommen. Irgendwann hieß diese „neue“ Krankheit Fibromyalgie. Sie soll unheilbar sein. Nur weil die herkömmliche medizinische Welt keine Antwort auf die Herkunft dieser Schmerzen kennt und zu dem keine krankhaften Veränderungen in Blutuntersuchungen und in bildgebenden Verfahren findet, leidet nun der Mensch an einer unheilbaren Krankheit, die übersetzt „Muskel-Faser-Schmerz“ heißt.
Per Definition hat derjenige Fibromyalgie, der mehr als drei Monate an mehreren Körperregionen, insbesondere in Bereichen von Muskel-Sehnen-Ansätzen, starke, nicht behandelbare Schmerzen hat. Außerdem gibt es 18 definierte Schmerzpunkte, von denen 11 bei der Untersuchung schmerzen müssen, um die Diagnose zu rechtfertigen. Auch vegetative Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsverlust bis hin zu depressiven Störungen runden dieses, nach herkömmlicher schmerztherapeutischer Auffassung auswegslose Krankheitsbild ab. Auf der einen Seite fühlt sich der Patient nach einer solchen Diagnosestellung wahrscheinlich erst einmal ernst mit seinen Beschwerden genommen, hat er doch viele Monate bis zu Jahren nach einer Erklärung für seine quälenden Schmerzen gesucht. Aber gleichzeitig scheint die Zukunft so düster, dass der Weg in die Verschlimmerung aller Symptome bis hin zur Arbeitsunfähigkeit oder Berentung vorgezeichnet ist.
Da ich duch die Erfahrungen mit unserer Schmerztherapie ein völlig anderes Verständnis von der Schmerzenentstehung habe, habe ich als allererstes das Bedürfnis den Betroffenen zu sagen: „Ihre Krankheit ist heilbar“. Fibromyalgie ist nichts anderes, als mehrere Schmerzzustände am ganzen Körper verteilt, die aufgrund von Muskelfehlhaltungen den Körper vor späteren Schäden warnen möchten. Zusätzlich spielen Stoffwechselfaktoren, ausgelöst durch Ernährung, Umwelteinflüsse und die Psyche eine verstärkende Rolle. Mir ist bewusst, dass es spätestens jetzt bei Betroffenen zu einem empörten Aufbegehren kommt. Haben diese doch einen extrem langen Krankheitsweg bereits hinter sich. Nicht wenige von ihnen sind deswegen in Frührente. Ich möchte ihnen nichts anderes anbieten als einen neuen Ausweg. Vielleicht macht Ihnen als Betroffenem das folgende Fallbeispiel Mut und Sie versuchen nochmals einen neuen Weg. Eine Patientin benötigte aufgrund ihrer Fibromyalgie zur Fortbewegung bereits einen Rollstuhl. Das ist jetzt sieben Jahre her. Vor vier Jahren sind wir uns das erste Mal begegnet. Sie ist heute wieder völlig gesund, trainiert täglich ihre Engpassdehnungen, hat ihre Ernährungsgewohnheiten optimiert und gibt heute ihr Wissen, natürlich gepaart mit Hoffnung für die Schmerzgeplagten, an Menschen mit Fibromyalgie und anderen Schmerzzuständen weiter.
Die Prognose „unheilbar erkrankt“ dürfte es meines Erachtens sowie so nicht geben. 3000 Menschen, die sich pro Jahr das Leben nehmen, weil sie ihre Schmerzen nicht mehr ertragen können, haben leider aufgrund von nicht wirksamen Herangehensweisen uns solchen Prognosen jede Hoffnung verloren. Wir wissen doch wie wichtig es ist, Hoffnung auf Heilung zu haben. Das Wissen um die Möglichkeiten unserer neuen Schmerztherapie, das neue Schmerzverständnis und der neue Therapieansatz kann wieder Hoffnung auf ein schmerzfreies Leben geben.